
Seit Ende 2025 haben wir Majourny nicht in einem Büro entwickelt, sondern
im laufenden Hotelbetrieb. Mit Betrieben, die uns gesagt haben, was
funktioniert, und noch öfter, was nicht. Was dabei herausgekommen ist,
ist Version 1.0.
Wir zeigen sie nicht als Featureliste, sondern entlang des Tages, den
Ihre Rezeption tatsächlich hat.
07:30 Uhr, die Anfragen von der Nacht
Eine Gästemail zur Anreise, eine WhatsApp zum Parkplatz, zwei Fragen zum
Frühstück. Bis vor Kurzem hat das jemand nacheinander abgearbeitet.
Mit 1.0 ist ein Teil davon schon beantwortet. Der KI-Concierge übernimmt
die Fragen, deren Antwort im Haus ohnehin feststeht, rund um die Uhr und
in der Sprache des Gastes. Was er nicht sicher weiß, beantwortet er
nicht, sondern gibt es an Ihr Team weiter. Das ist uns wichtiger als eine
hohe Automatisierungsquote.
Was bleibt, liegt in einer gemeinsamen Ansicht statt in vier Postfächern.
Und neben jeder Nachricht steht, wer da schreibt, in welchem Zimmer, bis
wann und was beim letzten Aufenthalt Thema war.
10:00 Uhr, die Übergabe
Housekeeping meldet ein Problem in 214. Bisher: Zuruf im Gang, Zettel am
Empfang, hoffentlich erinnert sich die Spätschicht.
Der TeamHub macht daraus eine Aufgabe mit Zuständigkeit, Status und
Zimmerbezug. Sichtbar für die, die sie brauchen, und unsichtbar für die,
die sie nichts angeht. Die Rollen dafür legt ihr fest, nicht wir.
Der Nebeneffekt, den wir unterschätzt hatten: Wenn jemand den Betrieb
verlässt, geht das Wissen nicht mit. Es steht in der Wissensdatenbank,
aus der sich auch der KI-Concierge bedient. Einmal gepflegt, an mehreren
Stellen nützlich.
15:00 Uhr, der Moment vor dem Nein
Ein Gast fragt, ob er später auschecken kann. Das ist der Moment, in dem
ein Upgrade, eine Spa-Anwendung oder ein Tisch im Restaurant tatsächlich
ankommt, und nicht der Newsletter drei Wochen vorher.
Die Upsell Engine spielt Angebote dann aus, wenn der Gast ohnehin mit dem
Haus in Kontakt ist. Das ist der Grund, warum sich Majourny im besten
Fall selbst trägt, statt eine weitere Position auf der Softwarerechnung
zu sein.
Im Hintergrund
Majourny hängt an Ihrem PMS. Reservierungen und Aufenthaltsdaten kommen
von dort, es entsteht kein zweiter Datenbestand, den jemand pflegen muss.
Ihr PMS bleibt das führende System.
Im Dashboard seht ihr, was sonst niemand misst: wie viele Anfragen
hereinkommen, wie viele automatisch erledigt sind, wie schnell euer Team
antwortet und welche Frage zum fünfzigsten Mal gestellt wird. Letzteres
ist meistens ein Hinweis darauf, dass eine Information im Haus fehlt.
Die Daten liegen in Frankfurt, auf europäischer Infrastruktur,
verschlüsselt. Details dazu stehen auf unserer Sicherheitsseite.
Was als Nächstes kommt
1.0 heißt: Der KI-Concierge beantwortet. Als Nächstes soll er handeln.
Anfragen weiterleiten, Reservierungen vorbereiten, wiederkehrende Abläufe
im Back Office selbst anstoßen.
Das Ziel ist unverändert: automatisieren, was aufhält, damit wieder mehr
Zeit für den Gast bleibt.